Nachdem man vor einem Jahrzehnt etwas voreilig das Ende der Utopien ausgerufen hat, erlebt die Beschäftigung mit Stadtutopien derzeit wieder ein Revival. Es hat sich schon bald herausgestellt, dass Architektur ohne Utopie nicht bestehen kann, will sie sich nicht in Banalitäten erschöpfen. Dies gilt vor allem für das komplexe Gebilde der Stadt, das jede Epoche neu definiert und gestaltet. Vo…
Leben und Wirken des weit über Deutschland hinaus bekannten Kunstgewerblers und Architekten Peter Behrens (1868–1940) in der Zeit der NS-Diktatur liegen nach wie vor im Dunkeln.Behauptet wurden immer wieder die vermeintliche Anbiederung und Kooperation mit den NS-Mächtigen – allen voran dem "Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin" Albert Speer und damit mittelbar auch Hitler…
Zu keiner Zeit wurden mehr Kirchen in Deutschland gebaut als in den fünfziger Jahren. In dieser Dekade vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil konkurrierten konservativ historisierende Strömungen mit den fortschrittlichsten Vertretern einer liturgischen Erneuerung. Letztere verknüpften ihre inhaltlichen Forderungen auch mit architektonischen Neuansätzen. Der Würzburger Dombaumeister Hans SchÃ…
Nachdem 1815 die Preussen die Herrschaft am Rhein übernommen hatte, bauten sie am Zusammenfluss von Rhein und Mosel die alte, ehemals kurtrierische, später französische Stadt Koblenz zur größten und modernsten Festung Europas aus. Verschiedene Bauten dieser Anlage, die sich über ein Areal von rd. 20 qkm ausbreitete, sind bis heute erhalten, darunter die Festung Ehrenbreitstein als Teil de…
Böhmens Barockgotik stellt einen höchst eigenwilligen Beitrag zur mitteleuropäischen Baukunst dar. Für die Würdigung dieser Sonderentwicklung genügt es nicht, auf Dinge wie Traditionsgebundenheit der süddeutschen Steinmetzlehre oder Wünsche einzelner Bauherren hinzuweisen. Wichtig erscheint vor allem, daß es sich bei Spätgotik und Barock um zwei verschiedene Architektursysteme handelt…
Johann Friedrich Eosander trat 1699 in die Dienste Friedrichs III., des späteren ersten preussischen Königs. Brandenburg-Preussen bot am Vorabend der Königskrönung von 1701 beste Aussichten für einen Aufstieg als Architekt; Eosander ergriff und nutzte diese Chance. In den 14 Jahren bis 1713 machte er im Bauwesen, der Militärhierarchie und als Diplomat Karriere. Die Spitzenposition in der …
Erstmals wird hier eine architekturgeschichtliche Monographie zur 'Ersten sozialistischen Stadt auf deutschem Boden' vorgelegt. Im Mittelpunkt der städtebaulichen Analyse steht die Frage nach der Idealstadtkonzeption. Ausgehend vom Anspruch der Planer, einen guten und schönen Lebensraum für alle schaffen zu wollen, wird in einer doppelten Brechung der Reflexion das städtebauliche Konzept an…
In der Zeit von 1318 und 1549 entstand, mit zahlreichen Unterbrechungen, der gotische Bau der ehemaligen Benediktinerabteikirche St.-Ouen in Rouen. Beeindruckend ist vor allem, dass sich die verschiedenen Bauphasen nicht auf Anhieb in der Gesamterscheinung der Abteikirche erkennen lassen.In der vorliegenden Baumonographie wird die komplizierte Geschichte der Errichtung von St.-Ouen näher unter…
Ein wesentliches architektonisches Element spätgotischer Bauwerke ist das Gewölbe. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde vor allem Gewölben mit musterbildenden Rippen- bzw. Gratverläufen besondere Achtung entgegengebracht. Um ihre verschiedenen Figurationen in Beziehung zueinander zu setzen, Genesen, Standards und Modifikationen zu erkennen, wird mit der Arbeit erstmals eine Klassifizierung der …
Der Baustil der vielen gotischen Gebäude in Italien wurde in der Renaissance vor allem abwertend als "maniera tedesca" ("deutscher Stil") bezeichnet. Man hatte sich ganz der neuen Baukunst verschrieben, die sich an der wieder entdeckten Antike orientierte.Das Buch beginnt mit dem ersten Erwachen eines historischen Bewusstseins im 13. Jahrhundert: Petrarca u.a. gaben in ihren Schriften Zeugniss…